Autowäsche per Hand – so wird’s gemacht

AutoreinigungDie Waschanlage mag eine schnelle und bequeme Alternative zur Handwäsche sein – Experten raten trotzdem davon ab. Zum einen hat nämlich selbst die technische Anlage mit hartnäckigen Verschmutzungen, etwa Insektenresten, ohnehin so ihre Schwierigkeiten. Im Ergebnis wird der Wagen nicht richtig sauber; eine manuelle Vorreinigung ist in den meisten Fällen also sowieso nötig. Zum anderen können durch Waschanlagen schnell Kratzer im Lack entstehen. Die Auto-Handwäsche ist und bleibt daher der Expertentipp für alle Autoliebhaber.

Die folgende Anleitung zeigt dir, wie die Wagenwäsche per Hand funktioniert. Und dies idealerweise an einer SB-Box bzw. Wasch-Box; das schont die Umwelt und vermeidet Ärger.

Auto waschen per Hand in 8 Schritten

1. Vorbehandeln

Zunächst sollte grober Dreck wie Vogelkot mit einem Tuch vorsichtig entfernt werden. Insektenreste sind sehr hartnäckige Verschmutzungen, die i.d.R. ebenfalls vorbehandelt werden müssen. Am besten mit einem Insektenentferner, denn anders als die meist milden Autoshampoos besitzen Vorreiniger / Insektenentferner spezielle Wirkstoffe zum einfachen Lösen solcher starken Verschmutzungen. Das Auto wird daher zuerst an den verschmutzten Stellen eingesprüht, um das Mittel dann entsprechend der Anleitung kurz einwirken zu lassen.

2. Vorreinigen

Nun kommt der Hochdruckreiniger zum Einsatz. In einem Abstand zwischen 10 und 30 cm werden oberflächlicher Schmutz wie Staub, Pollen und feiner Sand abgestrahlt. Man beginnt übrigens immer von oben und arbeitet sich nach unten vor, also vom Dach zu den Reifen.

3. Einseifen

Je nach Vermutzungsgrad des Wagens kann die Behandlung mit einem Vorreiniger vor der eigentlichen Autowäsche sinnvoll sein. Denn Autoshampoos sind pH-neutral und mild – starken Verschmutzungen rückt man daher mit stärkeren Mitteln zuleibe, beispielsweise mit dem Insect&Dirt Remover von Koch Chemie oder dem Decon One Vorreiniger von Liquid Elements. Das Einseifen wird abschnittsweise erledigt: Zuerst das Dach und nach und nach schrittweise das restliche Auto.  Wichtig: Die Mittel immer nach Produktanleitung kurz einwirken lassen und anschließend den angelösten Schmutz mit dem Hochdruckreiniger abspülen.

4. Handwaschen

Für die Handwäsche empfiehlt sich das „2-Eimer-Prinzip“: In den ersten Eimer kommt das Autoshampoo entsprechend der Dosieranleitung, in den zweiten Eimer klares Wasser zum Ausspülen des Zubehörs (z.B. Mikrofasertuch). Auch hier wird wieder von oben nach unten gearbeitet – außerdem Abschnittsweise. Zuerst kommt das Dach, dann die Motorhaube, der Kofferraum und dann die Seiten. Stück für Stück seift man das Auto mit einem Schwamm oder Tuch ein und spült es nach kurzer Einwirkzeit wieder ab. So wird der Lack geschont und eventuelle Fleckenbildung etc. verhindert.

5. Reifen- und Felgenreinigung

Die Reifen sind bekanntlich das Schmutzigste am Auto, hier wird also ebenfalls ein besonderes Mittel zur effektiven Reinigung benötigt. Es gibt verschiedene Felgenreiniger, die hervorragende Ergebnisse erzielen. Die Reifen / Felgen werden zuvor eingesprüht bzw. eingearbeitet und der Reiniger entsprechend der Herstellerangaben des Produktes nach kurzer Einwirkzeit wieder abgespült.

6. Fenster reinigen

Auch die Scheiben sollten nochmals gründlich geputzt werden. Für Autos gibt es hier spezielle Glasreiniger – die sind zwar etwas teurer als der günstige Haushalts-Glasreiniger vom Discounter. Die Reinigungsmittel sind in Bezug auf Schmutz und Dreck allerdings optimal auf die Scheiben eines Autos abgestimmt. Das Ergebnis sind saubere, schlierenfreie Fensterscheiben ohne großen Aufwand.

7. Kann – muss aber nicht: Polieren & konservieren

Die Handpolitur kann eine aufwändige Angelegenheit sein, lohnt sich aber. Denn das Polieren der Oberfläche macht den Lack weniger anfällig für Schmutzanhaftungen und entfernt zudem kleine Kratzer. Mit einem sauberen Mikrofasertuch und beispielsweise der Koch Chemie Hochglanzpolitur kann der Wagenlack in einem Arbeitsschritt poliert & konserviert werden. Trotzdem: Normalerweise poliert man sein Auto nicht nach jeder Wäsche, aber bestenfalls in regelmäßigen Abständen. Daher auch „Kann – muss aber nicht“ …

8. Versiegeln

Im letzten Schritt kommt der Extra-Schutz für den Lack an die Reihe: Eine Nano-versiegelung oder Wachs. Dies sorgt dafür, dass die Lackfarbe schön auffrischt, der Autolack geschützt wird, glänzt und neuer Schmutz möglichst gut abperlt. Natürlich gibt es auch hier unzählige Produkte am Markt, ein gutes Autowachs ist beispielsweise das Dr. Wack High End Sprühwachs für eine schnelle Versiegelung des Wagenlacks. Je nach Produkt unterscheidet sich die Anwendung, hier einfach nach den Vorgaben des jeweiligen Herstellers vorgehen.